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DWA-Nachrichten Jahrgang 3 / Ausgabe 4
Herbst 2008
Deutsche
Weltallianz / German World Alliance
2434 Wisconsin Avenue, N.W., Washington, DC 20007, USA,
www.GermanWorldAlliance.org Graz
(Österreich), im Dezember 2008 Liebe Mitglieder unserer Deutschen Weltallianz! Um
Ihnen eine vorausschauende Planung zu ermöglichen, geben wir Ihnen bereits
jetzt den Zeitpunkt unserer nächsten Jahreshauptversammlung bekannt: Jahreshauptversammlung
2009 der DWA Breslau
(Schlesien), 11. – 13. September 2009 Geplanter
Ablauf: Freitag,
11. 9, 2009
Jahreshauptversammlung der DWA Samstag,
12. 9. 2009 Teilnahme
am III. Kulturfestival der deutschen Minderheit in Polen in der Jahrhunderthalle Sonntag, 12. 9. 2009
Stadtrundgang durch Breslau und Busfahrt in die Umgebung Breslau
(poln. Wrocław), die alte Hauptstadt Schlesiens, besitzt seit 1241 das
Magdeburger Stadtrecht, ist seit 1702 Universitätsstadt und heute Sitz von 11
Universitäten und Hochschulen. Breslau zählt gegenwärtig über 600.000
Einwohner und besitzt selbstverständlich einen Flughafen. Die Jahrhunderthalle,
in der das Kulturfestival stattfinden wird, wurde von 1911 bis 1913 zum Gedenken
an Freiheitskriege gegen Napoleon (1813–1815) erbaut; in Breslau hatte nämlich
am 17. März 1813 der preußische König Friedrich Wilhelm III. (1797–1840)
seinen „Aufruf an mein Volk“ erlassen und damit die Befreiungskriege
eingeleitet. Bei
der Organisation unserer JHV wird uns die Deutsche Sozial-kulturelle
Gesellschaft in Breslau behilflich sein. Diese Gesellschaft gehört zum Verband
der deutschen Sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) und
dieser wiederum ist die an Mitgliedern stärkste Organisation unserer DWA in
Europa. Die
Teilnahme an unserer JHV 2009 ermöglicht Ihnen das Kennenlernen einer Stadt mit
jahrhundertelanger deutscher Tradition und die Bekanntschaft mit unseren
deutschen Landsleuten in Schlesien. Bitte
kommen Sie zahlreich nach Breslau !!! Worte
unseres Präsidenten Ich
möchte die neueste Ausgabe unserer Mitteilungen nutzten, um einige Aspekte zur
künftigen Arbeit der DWA zu formulieren. Sie sollen die Grundlage für
Diskussionen und Entscheidungen bilden, die spätestens bei der
Jahreshauptversammlung 2009 zu treffen sein werden. Es geht mir dabei um drei
ganz konkrete Arbeitsbereiche, die das Bild der DWA in der Öffentlichkeit künftig
prägen und meine Arbeit als Präsident bestimmen sollen: (1)
Schriftlicher Situationsbericht alle zwei Jahre Die DWA stellt sich zur Aufgabe, die rechtlichen
Interessen deutscher Volksgruppen weltweit zu vertreten. Sie wirkt als
kritische Dokumentationsstelle, die sich gegen jede Art von Diskriminierungen
deutscher Volksgruppen wendet. Ich möchte daher den Vorschlag machen, zumindest
alle zwei Jahre einen schriftlichen Bericht zur Lage der deutschen
Minderheiten zu verfassen, der dokumentiert, wo und in welcher Form die
Rechte deutscher Volksgruppen verletzt werden. Diese regelmäßigen Berichte
sollen dann in englischer Sprache an den Menschenrechtsausschuss der UN, an die
Gremien der EU, an die Anti-Rassismusstelle der EU in Wien, an die
internationalen Medien und an die nationalen Parlamente der betroffenen Staaten
verschickt werden. (2)
Aufbau eines DWA-Hilfsfonds Es
gehört zur demokratischen Hygiene eines jeden Rechtsstaats, daß er seine
nationalen Minderheiten schützt und fördert. Viele Staaten kommen dieser
Verpflichtung aber nicht ausreichend nach und betreiben nach wie vor eine offene
Assimilationspolitik. Vor allem die kleineren deutschen Volksgruppen leiden
unter diesem Druck und sind auf Hilfe aus dem Ausland oder auf private
Einrichtungen angewiesen. Ich rege daher die Schaffung eines DWA-Hilfsfonds
an, der bestimmte Projekte deutscher Volksgruppen fördert. Ich denke dabei
in erster Linie an Projekte, die der Pflege der deutschen Sprache und der
Jugendarbeit dienen. Die DWA würde diesen Hilfsfonds über die bestehenden
Konten verwalten und die Fördermittel nach intern festgelegten Richtlinien bei
den Jahreshauptversammlungen vergeben. Hier
möchte ich gerne als Initiator den Anfang machen: „Ich werde 100,- Euro
auf das DWA-Konto in Österreich einzahlen, sollten mindestens 10 Personen aus
dem Kreis der Vorstandsmitglieder und Direktoren mit demselben Betrag mitmachen.“
(3)
Verdichtung des internen DWA-Netzwerkes Ich habe
in den letzten Monaten ein eigenes Presseportal aufgebaut, über das alle
deutschen Zeitungen mit regelmäßigen Presseberichten der DWA versorgt werden.
Integriert in dieses Netzwerk sind auch alle Mitglieder der DWA. Ich möchte an
dieser Stelle alle Mitglieder bitten, mir regelmäßig Berichte oder andere
Informationen wie Vereinsnachrichten zuzusenden, damit ich diese an die
deutschen Presseorgane weiterleiten kann. Ich
darf Sie abschließend ersuchen, die von mir unter den beiden Punkten (1) und
(2) vorgestellten Projekte mit Ergänzungen oder sonstigen Anregungen zu
beurteilen, und bitte Sie um konkrete Stellungnahmen. Ich möchte nämlich spätestens
bei der Jahreshauptversammlung 2009 fertige Konzepte auf den Tisch legen können.
Ich glaube, daß der DWA-Hilfsfonds und die zur Diskussion gestellten regelmäßigen
Situationsberichte für jene deutschen Volksgruppen einen Anreiz zum Beitritt
darstellen könnten, die bisher noch nicht der DWA beigetreten sind. Mit
freundlichen Grüßen! Ihr Peter Wassertheurer, Präsident der DWA Erste
zweisprachige Ortstafeln in Schlesien Im September
2008 wurden die ersten zweisprachigen (deutsch-polnischen) Ortstafeln in
Oberschlesien aufgestellt, und zwar in den Ortschaften Lubowitz/Łubowice (Geburtsort
des Dichters Joseph von Eichendorff; 7 km nördlich Ratibor/Raciborz) und Radlau/Radłow
(50 km nordöstlich Oppen/Opole). Bedauerlicherweise wurden die Tafeln bald nach
ihrer Aufstellung beschmiert. (Schlesisches Wochenblatt, Oppeln, 12. – 18. IX.
2008) Fünfzig
Jahre NASA und Explorer I Am 26.
September 2008 fand an der Duquesne-Universität in Pittsburgh (USA) eine
Veranstaltung statt, bei der das fünfzigjährige Jubiläum des ersten
amerikanischen Satelliten „Explorer I“ und die Gründung der NASA gefeiert
wurde. Die Beiträge der deutschen Wissenschaftler, die diesen Erfolg möglich
machten, insbesondere die Leistungen des Raumfahrttechnikers Wernher von Braun,
standen bei der Gedächtnisfeier im Vordergrund. Sponsor der Veranstaltung war
das Institut für deutsch-amerikanische Beziehungen (Institute for German
American Relations – IGAR). Frau Dr. Marianne Bouvier, Exekutive Direktor des
Instituts, war die treibende Kraft, die diese Veranstaltung in die Wege leitete
und die meiste Arbeit, die mit den Vorbereitungen verbunden war, leistete. Volkstrauertag
2008 in Kanada Am 16. November 2008 fand auf dem Woodland-Friedhof in
Kitchener, Ontario, anlässlich des Volkstrauertages eine Gedenkfeier statt.
Ungefähr 500 Personen hatten sich versammelt, um der deutschen Soldaten zu
gedenken, die im Ersten und Zweiten Weltkrieg in kanadischen Gefangenenlagern
starben. 187 Soldaten fanden im Woodland-Friedhof ihre letzte Ruhestätte. Ihre
Gräber waren zunächst über ganz Kanada verstreut; daher entschloss man sich,
die Toten nach Kitchener umzubetten. Dies geschah 1971 durch den Verband
deutscher Kriegsgräberfürsorge in Zusammenarbeit mit der Commonwealth War
Graves Commission. Die Umbettung lag nahe, weil einerseits die Grabpflege an
einer gemeinsamen Ruhestätte leichter durchgeführt werden kann und weil
andererseits in Kitchener-Waterloo ein großer deutscher Bevölkerungsanteil
vorhanden ist. Der erste Volkstrauertag fand am 23. Mai 1971 statt. Diesmal
wurden Kränze von der Bundesrepublik Deutschland, von der kanadischen Regierung,
Province of Ontario, vom Deutsch-kanadischen Kongress sowie von Vertretern des
kanadischen Militärs (Luftstreitkräfte, Marine und Heer) niedergelegt. Forderungen der Heimatvertriebenen in Österreich Die
DWA begrüßt die Initiative des Verbandes der volksdeutschen Landsmannschaften
Österreichs (VLÖ), in der die neue österreichische Regierung u. a. ersucht
wird, (1)
intensiven bilateralen Dialog mit Tschechien, der Slowakei
und Slowenien über ungelöste Fragen (Benesch-Dekrete und AVNOJ-Gesetze) zu führen; (2)
darauf hinzuweisen, daß das Straffreistellungsgesetz Nr.
115 der ehemaligen Tschechoslowakei vom 8. Mai 1946, das alle
Vertreibungsverbrechen an den Sudetendeutschen bis heute (!) straffrei stellt,
jedem rechtsstaatlichen Empfinden widerspricht; (3)
die deutschen Volksgruppen auf dem Gebiet der ehemaligen
Donaumonarchie zu unterstützen. Menschenrechte für Deutsche weltweit Das Institut
für deutsch-amerikanische Beziehungen (Institute for German American Relations
– IGAR) wird der neuen Regierung in Washington nach der Inauguration des Präsidenten
Barack Obama (20. Jänner 2009) eine Eingabe zur weltweiten Wahrung der
Menschenrechte für Deutsche vorlegen. IGAR sieht einem wohlwollenden
Entgegenkommen der neuen Administration mit Zuversicht entgegen. T Vorstand
und Direktorium der Deutschen Weltallianz wünschen allen
Mitgliedsorganisationen und Einzelmitgliedern ein besinnliches Weihnachtsfest
sowie Glück und Erfolg im neuen Jahr! A Bitte unterstützen Sie die Arbeit der DWA, vertreten Sie deren Ziele nach
Ihren Möglichkeiten und setzen Sie sich für eine Ausweitung unserer
Organisation auf alle Staaten ein, in welchen Deutsche (nach Herkunft, Sprache
und Bekenntnis) leben! Die Deutsche Weltallianz setzt sich weltweit für
die Rechte der Deutschen ein, unabhängig davon, woher sie kommen oder wo sie
wohnen. Es ist unser Ziel, das gute Ansehen unseres Volkes zu schützen und zu fördern. The German World Alliance is representing people and
organisations of German cultural, linguistic, or ethnic heritage, regardless
where they come from or where they live. The objective is to project a positive
image of our ethnic group.
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