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DWA-Nachrichten Jahrgang 4 / Ausgabe 1
Winter 2009
Deutsche
Weltallianz / German World Alliance
2434 Wisconsin Avenue, N.W., Washington, DC 20007, USA,
www.GermanWorldAlliance.org Graz
(Österreich), im März 2009 Liebe Mitglieder unserer Deutschen Weltallianz! Wir
möchten nochmals auf unsere nächste Jahreshauptversammlung hinweisen: Jahreshauptversammlung
2009 der DWA Breslau
(Schlesien), 11. – 13. September 2009 Geplanter
Ablauf: Freitag,
11. 9, 2009 Jahreshauptversammlung
der DWA Samstag,
12. 9. 2009 Teilnahme
am III. Kulturfestival der deutschen Minderheit in Polen in der Jahrhunderthalle Sonntag, 12. 9. 2009
Stadtrundgang durch Breslau und Busfahrt in die Umgebung Breslau
(poln. Wrocław), die alte Hauptstadt Schlesiens, besitzt seit 1241 das
Magdeburger Stadtrecht, ist seit 1702 Universitätsstadt und heute Sitz von 11
Universitäten und Hochschulen. Breslau zählt gegenwärtig über 600.000
Einwohner und besitzt selbstverständlich einen Flughafen. Die Jahrhunderthalle,
in der das Kulturfestival stattfinden wird, wurde von 1911 bis 1913 zum Gedenken
an Freiheitskriege gegen Napoleon (1813–1815) erbaut; in Breslau hatte nämlich
am 17. März 1813 der preußische König Friedrich Wilhelm III. (1797–1840)
seinen „Aufruf an mein Volk“ erlassen und damit die Befreiungskriege
eingeleitet. Bei
der Organisation unserer JHV wird uns die Deutsche Sozial-Kulturelle
Gesellschaft in Breslau behilflich sein. Diese Gesellschaft gehört zum Verband
der deutschen Sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) und
dieser wiederum ist die an Mitgliedern stärkste Organisation unserer DWA in
Europa. Die
Teilnahme an unserer JHV 2009 ermöglicht Ihnen das Kennenlernen einer Stadt mit
jahrhundertelanger deutscher Tradition und die Bekanntschaft mit unseren
deutschen Landsleuten in Schlesien. Bitte
kommen Sie zahlreich nach Breslau !!! Anmeldung
zur JHV 2009 Mit
den DWA-Nachrichten 4/2 (Frühjahr 2009), deren Herausgabe für Mai 2009 geplant
ist, werden wir die Anmeldeformalitäten, die Tagesordnung und voraussichtlich
auch bereits das genaue Programm der JHV bekannt geben. Wir bitten Sie jedoch
herzlich, sich den Termin schon jetzt vorzumerken und die Zeit für die
Teilnahme einzuplanen. Mitgliedsbeitrag
2009 – bitte nicht vergessen! Der
Jahresbeitrag 2009 beträgt für Organisationen mit 50 oder mehr Mitgliedern US$
100,- oder Can$ 100,-
oder € 70,- für Organisationen mit weniger als 50 Mitgliedern US$
50,- oder Can$ 50,-
oder € 35,- für Einzelmitglieder US$
30,- oder Can$ 30,-
oder € 20,- für Familien US$ 40,- oder Can$ 40,-
oder € 30,- Zahlungsmöglichkeiten: USA: Scheck in US$:
DWA c/o Dr. Herbert Traxler 5817
Runford Drive New Carrollton, MD 20784-2976 Kanada oder USA: Scheck in US$ oder CAN$: DWA
c/o Ernst Friedel 294
Magnolia Place, Waterloo, ON N2V 2A3 Europa: VLÖ/DWA,
Kto.-Nr. 503 357 584 02, BACA, BLZ 12000 IBAN:
AT 6712 000 503 357 584 02, BIC: BKAUATWW Bitte schicken Sie von Europa keinen Scheck an den Schatzmeister der
DWA in die USA – die Einlösung des Schecks frisst den Jahresbeitrag eines
Mitgliedes nahezu auf! An
Barack Obama und Hillary Clinton Unser
Vorstandsmitglied Marianne Bouvier hat sich namens des IGAR (Institute for
German American Relations) an den frisch im Amt befindlichen Präsidenten der
Vereinigten Staaten sowie an deren Außenministerin gewandt, um nachdrücklich
auf das Unrecht hinzuweisen, dass 17 Millionen Ost- und Südostdeutschen durch
die Vertreibung zu und nach Ende der Zweiten Weltkrieges widerfahren ist; eine
Wiedergutmachung steht bis heute weitgehend aus! Für eine solche mögen sich
Obama und Clinton im Sinne einer Wahrnehmung der Menschenrechte einsetzen. Zentrum
für Vertreibungen in Berlin 2008
hat die Regierung der Bundesrepublik Deutschland die Errichtung eines
Dokumentationszentrums über die Vertreibungen des 20. Jahrhunderts (im
Besonderen zu den Themen „Flucht, Vertreibung, Integration“) beschlossen.
Getragen wird das Projekt von der Stiftung „Flucht, Vertreibung, Versöhnung“,
in dessen Stiftungsrat dem Bund der Vertriebenen (BdV) ein Sitz zusteht; dieser
war bisher von der Präsidentin des BdV, Erika Steinbach, besetzt. Nach heftigen
Protesten von polnischer (!) Seite gegen die Person Steinbachs hat der BdV
nunmehr davon angesehen, seine Präsidentin in den Stiftungsrat zu entsenden,
denn das BdV-Präsidium „wolle nicht der billige Vorwand dafür sein, dass die
Stiftung noch auf den letzten Metern verhindert werde“. Weicht man da einer
erpresserischen Forderung des Auslandes, dessen Zuständigkeit mehr als nur
fraglich ist? Menschrechtspreis
für Marianne Bouvier Unser
Vorstandsmitglied Dr. Marianne Bouvier (Pittsburgh, USA) wurde am
13. Dezember 2008 im Rahmen eines eigens aus diesem Anlass gestalteten
Festaktes in Stuttgart mit dem Menschenrechtspreis der Volksgruppe der
Donauschwaben ausgezeichnet. Die Laudatio hielt der international bekannte Völkerrechtler
Prof. DDr. Alfred de Zayas, der ebenfalls Vorstandsmitglied unserer DWA ist. Bouvier,
selbst donauschwäbischer Herkunft, wurde 1930 als Marianne Wermeschan in Esseg/Osijek
(damals Jugoslawien, heute Kroatien) geboren, studierte nach dem Zweiten
Weltkrieg in Graz Medizin und wanderte dann in die USA aus, wo sie bis heute als
Augenärztin in Pittsburgh wirkt. Sie ist Geschäftsführerin des Instituts für
Deutsch-Amerikanische Beziehungen (Institute for German American Relations –
IGAR) und war im Jahre 2002 Mitbegründerin der DWA, in deren Vorstand sie
seither als Koordinatorin eine wichtige Rolle spielt. 2000
Jahre Varusschlacht (Hermannsschlacht) Die
Stadt New Ulm (Neu-Ulm) in Minnesota, die „deutscheste Stadt der USA“,
begeht im von 17. bis 19. September 2009 das 2000-Jahr Gedenken an die Schlacht
im Teutoburger Wald (9 n. Chr.) mit einer Reihe von Festveranstaltungen. Damit
soll jener Schlacht gedacht werden, in welcher der Cheruskerfürst Arminius
(Hermann) als Heerführer einiger verbündeter germanischer Stämme den römischen
Feldherrn Quintilius Varus in unwegsamem Gelände (ob wirklich im Teutoburger
Wald, ist ungeklärt) schlug und drei römische Legionen vernichtete. In der
Zeit der Romantik galt die Schlacht als Angelpunkt der frühen deutschen
Geschichte und hatte damals durchaus identitätsstiftenden Charakter. Bierut-Dekrete Unser
Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Rudolf Maywald (Zuständigkeitsbereich Schlesien,
BdV Bayern) weist darauf hin, dass die für Entrechtung, Enteignung und
Vertreibung der Volksdeutschen verantwortlichen Benesch-Dekrete (Tschechien,
Slowakei) und AVNOJ-Gesetze (Slowenien) zurecht Gegenstand politischer Anklage
sind; er ruft aber mahnend in Erinnerung, dass die größte Anzahl der nach dem
Zweiten Weltkrieg aus der Heimat vertriebenen Deutschen aus Gebieten kommt, die
heute unter polnischer Verwaltung stehen: Für sie gelten nach wie vor die sog.
Bierut-Dekrete (benannt nach dem polnischen Politiker Bolesław Bierut,
1892–1956), die u. a. bestimmen den „Ausschluss von Personen deutscher
Nationalität aus der polnischen Volksgemeinschaft“ (das bedeutet die Ausbürgerung
der Volksdeutschen aus Altpolen) und die Übernahme des „verlassenen und
ehemals deutschen Vermögens“ (das bedeutet die Enteignung der aus dem südlichen
Ostpreußen, aus Hinterpommern, Ostbrandenburg und Schlesien vertriebenen
Deutschen). Dem „Transfer“ der deutschen Bevölkerung aus diesen Gebieten
lag kein polnisches Gesetz zugrunde, sondern die Vertreibung erfolgte nach
Bestimmungen des Potsdamer Abkommens (1945), das einen „geordneten und
humanen Transfer“ deutscher „Bevölkerungsteile“ Polens [in dessen neu
festgelegter Ausdehnung mit der Oder-Neiße-Linie als Westgrenze!], der
Tschechoslowakei und Ungarns vorsah. Die Deutschen des Königsberger
Gebietes (nördliches Ostpreußen) waren angeblich „übersehen“ worden; für
die Deutschen Rumäniens und Jugoslawiens gab es im Potsdamer Abkommen keine
Bestimmungen. Worte
unseres Präsidenten „Ich
muss meine eigene Identität selbstsicher vorleben, um in der Lage zu sein, sie
als positiven Beitrag zu vermitteln“ – Dr. Peter
Wassertheurer in einem Gespräch mit der Zeitschrift „Der Eckart“ (Wien,
September 2008). Unsere DWA-Nachrichten verstehen sich nicht als vollständige Chronik,
sondern berichten auszugsweise über die umfangreiche Tätigkeit unserer
Menschenrechtsorganisation. Im Einzelnen geschieht sehr viel mehr … Bitte unterstützen Sie die
Arbeit der DWA, vertreten Sie deren Ziele nach Ihren Möglichkeiten und setzen
Sie sich für eine Ausweitung unserer Organisation auf alle Staaten ein, in
welchen Deutsche (nach Herkunft, Sprache und Bekenntnis) leben! Die Deutsche Weltallianz setzt sich weltweit für
die Rechte der Deutschen ein, unabhängig davon, woher sie kommen oder wo sie
wohnen. Es ist unser Ziel, das gute Ansehen unseres Volkes zu schützen und zu fördern. The German World Alliance is representing people and
organisations of German cultural, linguistic, or ethnic heritage, regardless
where they come from or where they live. The objective is to project a positive
image of our ethnic group.
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